IKEA - Never Ending Story

Nun steht also fest:

1. ein Standort des multinationalen Konzerns IKEA in Lustenau kommt frühestens 2020 und nur mit entsprechender Verkehrsinfrastruktur

2. die Auswirkungen einer Ansiedelung auf Aspekte wie Verkehr und Wirtschaftsstandort wird im überregionalen Forum „Vision Rheintal“ geprüft.

 

Warum denn nicht gleich so? Wir Grüne haben diese Vorgangsweise seit dem ersten Bekanntwerden einer möglichen Ansiedelung von IKEA gefordert. Zunächst im persönlichen Gespräch mit den Gemeindeverantwortlichen, dann in den internen Gremien und zuletzt dann auch mehrfach und deutlich via Medien.

 

Noch im September 2015 schaltete der verantwortliche Bürgermeister Kurt Fischer auf stur und forderte vehement eine  Entscheidung der Gemeindevertretung FÜR oder GEGEN eine Ansiedelung noch im Herbst 2015. Auch die grundsätzlichen Verhandlungen mit IKEA über einen Kaufvertrag über das betreffende, in Gemeindeeigentum stehende Grundstück wollte die ÖVP bis dahin unter Dach und Fach haben. Da die ÖVP in der Gemeinde über eine absolute Mehrheit verfügt, wäre ein solcher Grundsatzbeschluss eine reine Formsache gewesen.

 

Unsere einzige Möglichkeit als Oppositionspartei war es daher, öffentlich auf die fehlende Vorbereitung und Analyse der Auswirkungen des Projekts hinzuweisen. Dieser Weg wurde nun belohnt. Dank der breiten Unterstützung aus der Bevölkerung u.a. durch eine eigens gegründete BürgerInneninitative „NOKEA“ hat sich diese Haltung nun durchgesetzt.

Mittlerweile hat auch BM Kurt Fischer diese Haltung übernommen. Sein einstiger Kurs, möglichst rasch einen Kaufvertrag mit IKEA abzuschließen, ist damit (vorläufig zumindest) beendet.


Die nun dringend notwendig Auseinandersetzung mit der Frage: „wohin soll sich der Wirtschaftsstandort Lustenau entwickeln?“ ist weiterhin überfällig. Wollen wir weiter auf mögliche Ansiedelungen von Konzernen wie IKEA, Mc Donalds und Co setzen oder doch auf eine eigene, nachhaltige Entwicklung in unseren Betriebsgebieten?

 

Ein wenig erfreuliches Signal in diesem Zusammenhang folgte sogleich. Unsere Forderung, dass ein professionelles Standortmanagement mit den benötigten Mittel im Budget 2016 ausgestattet wird, wurde von der ÖVP nicht unterstützt. Einzig ÖVP-Wirtschaftsgemeinderat Patrick Wiedl unterstützte unseren Vorschlag.

 

Wir Grüne Lustenau werden weiter aktiv an diesem Thema bleiben. Es gibt zahlreiche Lustenauer Unternehmen die dringend entsprechende Gewerbeflächen suchen und seit Jahren mit Hinweis auf die mögliche Entwicklung im Betriebsgebiet „Heitere“ vertröstet werden.

Wir sind der Meinung: der Wirtschaftsstandort Lustenau kann mehr! Mehr als nur Mc Donalds und IKEA!

 

 

Eine Chronologie in Sachen IKEA gibt es hier: CHRONOLOGIE IKEA

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Kommentare: 2
  • #1

    Bürger (Montag, 18 Januar 2016 21:45)

    Muss er das Schmiergeld jetzt wieder zurückgeben ?

  • #2

    Grabher (Mittwoch, 20 Januar 2016 10:21)

    Auch ich bin der Meinung das ein gutes Konzept hergehört. Was mich aber stört ist diese entweder/oder Mentalität der Parteien. Meines Erachtens gehört eine schlüssige Strategie her, die der eigenen Wirtschaft eine Expansion ermöglicht. Dennoch ist es eine Illusion das nicht auch ein IKEA oder McDonalds in Lustenau Platz haben.

    Wenn dann ein intelligentes Verkehrskonzept auch noch ermöglicht, dass Lustenau einen attraktiven Ortskern (wie Dornbirn, Feldkirch, Bregenz, Götzis, ...) bekommt, dann können wir auch wieder in der gleichen Liga mitspielen.

    Konstruktiv und aktiv, nicht destruktiv und unkonstruktiv. Usere Parteien könnten in Lustenau sehr viel positives für die Bürger tun, wenn sie ihren Egoismus ablegen und das ehrliche Wohl der Gemeinde im Sinn haben.