Nun also doch? Ermöglichung der Modellregion

Nun soll sie also doch kommen, die Bildungsreform und zwar samt Ermöglichung für die Modellregion Vorarlberg. Nachsatz: die mehrheitliche Zustimmung der Schulpartner wird gefordert. 
Das Forschungsprojekt der Schule der 10.-14.Jährigen, auf dem die Entwicklung der Modellregion fußt, hat sich genau mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt. Rund 6.623 und 1.326 Lehrpersonen haben ein Votum abgegeben, ob sie eine gemeinsame Schule von der 5. bis zur 8.Schulstufe grundsätzlich unterstützen. 

Ergebnis:  der Vorschlag einer Schule für alle 10- bis 14-Jährigen (siehe Grafik) findet bei den Eltern eine deutliche Zustimmung. Bei den Eltern der AHS waren bisher rund 45% für eine gemeinsame Schule, rund 21% konnten noch kein Urteil abgeben. Auch LehrerInnen der Volksschule und der neuen Mittelschule sind mit großer Mehrheit für die Errichtung einer gemeinsamen Schule der Sekundarstufe (72% und 77%) ein Viertel der LehrerInnen der AHS ist bereits ebenfalls bereit, die Weiterentwicklung zu einer gemeinsamen Schule mitzutragen, für 18% ist ein Urteil derzeit noch  nicht möglich. 

 

Das Bild zeigt, dass die Eltern und LehrerInnen gesamthaft in Vorarlberg sich deutlich für eine gemeinsame Schule bis 14 ausgesprochen haben. Dies auch quantitativ, gab es doch bei VS und NMS rund 8.018 teilnehmende Eltern, bei AHS gab es 1580 Rückmeldungen. Bei LehrerInnen waren es bei VS und NMS 1.463, von den AHS 298. 

 

Nun soll sie also kommen, die rechtliche Ermöglichung. Details sind noch offen. Für mich ist und war jedoch klar, dass die Eltern und LehrerInnen entscheidend sein werden. Und das auch ganz unabhängig, ob sie abstimmen müssen. Es muss gelingen, die Modellregion als das präsentieren was sie ist, ein Vorteil für alle Kinder, für das ganze Bundesland. Es muss uns gelingen zu zeigen, dass es eben nicht um die ideologische Frage "Gesamtschule JA/NEIN" geht, sondern um die Stärkung der Schulen im Sinne der Chancengerechtigkeit und Leistungsorientierung. Das dies gerade bei den AHS-LehrerInnen nicht einfach wird, war von Anfang an klar. Doch wenn das gelingt, dann haben wir die besten Voraussetzungen dafür, die Schule von Grund auf zu reformieren.

 

Dafür lohnt es sich zu arbeiten!