Nach den ersten Gerüchten rund um die Geheimverhandlungen von IKEA mit der Gemeinde stellen die Grünen Lustenau eine offizielle Anfrage an Bürgermeister Kurt Fischer. Er beantwortet die Frage nach den Verhandlungen mit "JA, wir sind auf einem guten Weg", macht klar, dass er sich eine Ansiedelung wünscht und einen dementsprechenden Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung (zur Erinnerung "seine" ÖVP hat die absolute Mehrheit in der GVE). Heimat Lustenau, 24.08.2015

BM Fischer will, dass Gemeindevertretung möglichst rasch eine Entscheidung FÜR oder GEGEN die Ansiedelung von IKEA in Lustenau trifft. Wir fordern Prüfung der möglichen Auswirkungen und finden kein Gehör. NEUE 19.09.2015

Wirtschaftsausschuss der Gemeinde gibt mit Stimmen der ÖVP grünes Licht für weitere Geheimverhandlungen mit IKEA. VN, 30.09.2015

Noch im Jahr 2015 soll die Entscheidung über die Ansiedelung von IKEA fallen. BM Fischer will möglichst rasch alles klären und ein Baubeginn im Jahr 2017 steht im Raum. Kurt Fischer argumentiert damit, dass wenn Lustenau IKEA nicht aufnehme, dann werde der Konzern nach Dornbirn ziehen und Lustenau nur den Verkehr haben.

VN, 30.09.2015

Dieses Argument lasse ich prüfen und wird im Verlauf von Landesstatthalter Rüdisser verneint. 

 

Grüne und FPÖ bringen ihre Argumente in der Sache IKEA vor. Umweltlandesrat Rauch (Grüne) weist auf den zu befürchtenden Verkehrskollaps hin. VN, 1.10.2015

Debatte geht weiter und Wirtschaftskammerpräsident Rein äußert sich sehr skeptisch - er erinnert daran, dass viele Firmen auf der Suche nach Flächen sind. ORF Homepage, 3.10.2015

Wir erneuern unsere Forderung nach der Prüfung der regionalen Auswirkungen  einer möglichen Ansiedelung von IKEA. Ich weise auch darauf hin, dass noch keinesfalls die nötigen Grundlagen für eine Entscheidung der Gemeindevertretung vorliegend sind und warne vor einer Hau-Ruck Aktion der ÖVP. Weiters stellen wir klar, dass wir für die bestmögliche Verwertung des betreffenden Grundstücks im Sinne des Wirtschaftsstandorts Lustenau sind. NEUE, 3.10.2015

BM Kurt Fischer zeigt sich kämpferisch für die Ansiedelung eines IKEA in Lustenau. Verkehrsexperte Knoflacher, der für die Gemeinde das Mobilitätskonzept erstellt hat, kritisiert eine mögliche Ansiedelung des schwedischen Einkaufshaus und plädiert für regionalen Handel. VN, 7.10.2015

Es soll möglichst rasch ein Kaufvertrag über das im Gemeindeeigentum befindliche Grundstück mit IKEA abgeschlossen werden - das ist der erklärte Wille von BM Kurt Fischer. ORF Homepage, 09.10.2015

Berichterstattung zur VN-Diskussion zum Thema IKEA. Dabei wird klar, dass noch viele Dinge im Unklaren sind und die Sache keinesfalls entscheidungsreif. VN, 10.10.2015

Wir fordern eine unparteiische und professionelle Vorbereitung einer möglichen Entscheidung durch eine ExpertInnenkommission. Wir wollen die Auswirkungen durch Personen aus Wirtschaft, Verkehrs- und Raumplanung sowie Umwelt und Sozialem prüfen lassen. 
NEUE, 13.10.2015

Ich stelle eine Anfrage an Landesstatthalter Rüdisser um zu klären ob das Argument von BM Fischer "wenn IKEA nicht nach Lustenau kommt, dann kommt er nach Dornbirn ..." stichhaltig ist. Antwort: NEIN, es gibt nur in Lustenau geeignete, gewidmete Flächen. Ich fordere daher erneut Nachdenkpause. VN, 4.11.2015

Diskussion zu IKEA im Landtag. Ich weise nochmals auf die Auswirkungen im Verkehr hin und hinterfrage die erhofften Kommunalsteuereinnahmen. Bei der ÖVP bröckelt die bisherige Haltung und VP-Gemeinderat und LAbg. Daniel Steinhofer lenkt Richtung Prüfung der Auswirkungen ein. NEUE, 19.11.2015

Nun lenkt BM Kurt Fischer ein und sichert eine Prüfung durch die Vision Rheintal zu und bestätigt, dass ein IKEA nur mir der richtigen Verkehrsinfrastruktur komme. VN 5.12.2015

Ich traue der Situation nicht. Auf der einen Seite wird eine Prüfung versprochen und gleichzeitig will sich die BM Fischer aber alle Möglichkeiten offen lassen. Der Grüne Antrag, dass man bis Abschluss der Prüfungen der Auswirkungen die Verhandlungen mit IKEA aussetzt und die bisherigen Ergebnisse transparent macht, wird von der ÖVP, die die absolute Mehrheit hat, abgelehnt. NEUE 19.12.2015

"nachdenken und die Konsequenzen studieren" das klingt ja schon mal sehr gut. Schade, dass weiterhin ohne Information an die BürgerInnen Verhandlungen mit IKEA geführt werden. BM Kurt Fischer fährt weiterhin doppelgleisig. Wünschenswert wäre eine transparente und eindeutige Vorgangsweise. 

...to be continued?!