AUFNAHMEPRÜFUNG INS GYMNASIUM LÖST KEINE PROBLEME

Daniel Zadra 21.10.2015 - FPÖ fährt bildungspolitischen Zickzackkurs

"Eine Normschularbeit wäre gleichbedeutend mit einer Aufnahmeprüfung ins Gymnasium. Das wäre ein bildungspolitischer Irrweg", reagiert der grüne Bildungssprecher LAbg. Daniel Zadra auf den Vorschlag seines FPÖ- Kollegen Christoph Waibel, der sich für normierte schriftliche Prüfungen als Basis für die Beurteilung der Gymnasiumsreife von Kindern in der 4. Schulstufe ausgesprochen hatte. 

In Österreich sei die Gymnasiumsaufnahmeprüfung 1971 abgeschafft worden, um mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen, so Zadra. Sie jetzt - wenn auch in versteckter Form - wieder einzuführen wäre ein Rückfall in die bildungspolitische Steinzeit. "Eine Aufnahmeprüfung macht eine weitreichende Entscheidung von der Tagesverfassung des Kindes abhängig. Das wurde aus gutem Grund abgeschafft. Eine neuerliche Einführung wäre Unsinn." 

"Für das Problem der zu frühen Trennung der Kinder mit neuneinhalb Jahren gibt es keine andere Lösung als die gemeinsame Schule der 10- bis 14 Jährigen, die den Druck von Kindern, LehrerInnen und Eltern nimmt", hält Zadra fest. Darüber seien sich die Schulpartner und die Politik weitestgehend einig. "Aus diesem Grund haben wir die Überführung des Vorarlberger Schulsystems in die Gemeinsame Schule einstimmig beschlossen und arbeiten intensiv an der Umsetzung."

Der grüne Abgeordnete wirft der FPÖ einen bildungspolitischen Zickzackkurs vor. "Statt die Ziele der von ihm mitbeschlossenen Modellregion Gemeinsame Schule zu konterkarieren sollte Waibel das Projekt tatkräftig unterstützen. Diesen Zielen widerspricht eine Rückkehr zur Aufnahmeprüfung vollkommen. Auch als Übergangs- oder Notlösung ist sie denkbar ungeeignet."