BILDUNGSREFORM ENTTÄUSCHEND

Daniel Zadra 17.11.2015 - Vorarlberg hält Kurs und arbeitet weiter konsequent an einem Schulsystem der Zukunft

„Die ohnehin geringe Erwartungshaltung an eine Bildungsreform wurde nochmals unterschritten“, fasst der Bildungssprecher der Vorarlberger Grünen Daniel Zadra die heutige Präsentation der Ergebnisse der sogenannten Bildungsreformkommission zusammen. Auf völliges Unverständnis stößt bei Zadra die Verweigerung einer bundeslandweiten Einführung der Gemeinsamen Schule. Diese sei mit 15 Prozent aller SchülerInnen pro Bundesland gedeckelt. Dass die SPÖ hier zugestimmt habe, sei besonders verwunderlich. 

Zadra setzt daher auf das Bekenntnis der Vorarlberger Landesregierung und des Landtags. „Für die präsentierte Bildungsreform wird es keine Zwei-Drittel-Mehrheit geben. Wir bleiben bei unserem Fahrplan und gehen weiterhin den Weg in Richtung einer flächendeckenden Einführung der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen“, stellt Zadra klar. 

Einzig im Bereich der Schulautonomie und im Kindergarten seien kleine Verbesserungen vorgesehen. „Das waren alles unbedingt notwendige Schritte und hat nichts mit einer zukunftsfähigen Gesamtlösung zu tun“, so Zadra.

Zadra verweist auf den Weg Vorarlbergs, der zeige, dass es auch anders gehe. „Wir arbeiten unter der Beteiligung Vieler eifrig an einem Schulsystem der Zukunft. Ziel ist ein System, welches die Talente aller Kinder fördert und nach innen differenziert, ohne im Alter von 10 Jahren zu selektieren. Dabei stehen Leistung und Gerechtigkeit im Zentrum aller Anstrengungen“, betont Zadra. Die Präsentation der nächsten Ergebnisse sei für Ende des Jahres terminisiert.

Was herauskomme wenn der Mut zur Zukunft fehle, zeige die Bundesregierung nun erneut: „Keine Reform, nicht einmal ein Reförmchen, sondern eine Notlösung ohne die Zukunftsfragen im Bildungssystem Österreichs zu beantworten. Die Bundesregierung schafft es immer wieder erneut negativ zu überraschen“, schließt Zadra.