BÜRGERMEISTER FISCHER SPIELT BEI IKEA EIN DOPPELSPIEL

Daniel Zadra - Zadra fordert aktive Wirtschaftspolitik für Lustenau

„Der Bürgermeister und seine ÖVP Fraktion, die eine absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung haben, spielen bei IKEA ein Doppelspiel“, bringt es der grüne Gemeindevertreter Daniel Zadra auf den Punkt. „Auf der einen Seite regt die Gemeinde eine Prüfung der Auswirkungen eines IKEA-Standorts auf den Verkehr und den innerörtlichen Handel bei der Vision Rheintal an und gleichzeitig will man aber um jeden Preis weiter mit dem schwedischen Möbelgiganten in Geheimverhandlungen verhandeln“, so Zadra. 

Die Position der Grünen sei im Gegensatz zu BM Fischer klar. „Wir sind für einen Verhandlungsstopp bis alle Fakten und Daten auf dem Tisch liegen. Dann muss die Situation neu bewertet werden, und erst dann können eventuell weitere Gespräche mit IKEA geführt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir aber davon aus, dass aufgrund des zu erwartenden Verkehrskollaps die Sache sich sowieso erübrigt“, so Zadra.

Dies haben die Grünen in der Gemeindevertretung auch so beantragt. Den entsprechenden Antrag hat die FPÖ unterstützt. „Leider hat die ÖVP mit ihrer absoluten Mehrheit diese seriöse Vorgangsweise verhindert“, schließt Zadra. Besonders verwundert zeigt sich Zadra darüber, dass BM Fischer unbedingt mit dem schwedischen Einkaufszentrum weiter verhandeln will. „Wir haben zahlreiche Betriebe aus Lustenau, die seit Jahren auf Gewerbeflächen warten und bisher immer vertröstet wurden“, so Zadra. Die Grünen hätten daher auch mehr Mittel für die aktive Wirtschaftsansiedelungspolitik im Budget 2016 gefordert. „Die ÖVP hat dies mit Ausnahme von VP-Wirtschaftsgemeinderat Patrick Wiedl abgelehnt“, schließt Zadra.