VORARLBERG GEHT VOR: STUFENPLAN FÜR GEMEINSAME SCHULE PRÄSENTIERT

Daniel Zadra - Zadra: Konsens über flächendeckende, landesweite Einführung der Gemeinsamen Schule

„Vorarlberg zeigt vor, was eine verantwortungsvolle Bildungspolitik, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellt, ausmacht“, nimmt der Grüne Bildungssprecher Daniel Zadra zum heute präsentierten Projektplan zur landesweiten Einrichtung einer Gemeinsamen Schule durch die schwarz-grüne Landesregierung Stellung. „Damit ist klar: Vorarlberg wird keine 15 Prozent Modell-Region, sondern will den mutigen Weg in Richtung einer landesweiten Einführung der Gemeinsamen Schule weitergehen. Wir lassen uns nicht vom Kurs abbringen, das hat ÖVP-Landesrätin Mennel heute klargestellt“, so Zadra. 

Das Projekt zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Schule sei damit hervorragend aufgestellt. Rund 50 Mitglieder seien in acht thematischen Arbeitsgruppen am Werk. Dabei werden die wesentlichen Fragen wie die Individualisierung des Unterrichts, der Ausbau ganztägiger Schulformen, die Unterstützung von Schulen mit besonderen Herausforderungen oder das neue pädagogische Konzept bearbeitet. Zur Qualitätssicherung sei eine laufende Evaluierung vorgesehen. „Wir haben im Projekt eine ausgezeichnete Mischung von ExpertInnen aus Forschung und Praxis aller Schultypen. Das ermöglicht, dass wir das Gesamtprojekt unter Einbeziehung aller Betroffenen bestmöglich umsetzen. Das ist entscheidend für das Gelingen“, so Zadra.

„Nun weist sich, ob ÖVP-Bundesparteiobmann Mitterlehner sein Wort hält. Im Februar 2015 hat er zugesagt, dem Vorarlberger Modell zuzustimmen, wenn die Voraussetzungen stimmen. Der Vizekanzler betonte, dass sich die Bundes-ÖVP nicht querlegen werde“, betont Zadra. Das Modell liege nun am Tisch. „Es besteht der Konsens, dass nur eine landesweite Einrichtung einer gemeinsamen Schule Sinn macht. Auch im Landtag haben alle Parteien dafür gestimmt. Alle Weichen sind nun für einen Aufbruch gestellt - ohne ideologische Scheuklappen oder parteipolitischen Hick-Hack“, so Zadra.

Mit dem Projektplan werden die Empfehlungen der Ergebnisse des im Mai präsentierten Forschungsprojekts nun umgesetzt. „Die BildungsexpertInnen sind sich einig, dass eine Trennung der Schulkinder mit 10 Jahren zu früh ist. Dies wird auch im Projektplan berücksichtigt, sodass alle Talente mitgenommen werden. Entscheidend ist nun, dass die Bundes-ÖVP auf die Rufe der Vorarlberger Volkspartei hört, bei der Bildungsreform einlenkt und den Vorarlberger Aufbruch im Bildungsbereich zulässt“, schließt Zadra.