ANSPRUCH UND REALITÄT KLAFFT BEI TIERSCHUTZLAND NR. 1 AUSEINANDER

Daniel Zadra, Nina Tomaselli 22.11.2015 - Grüne fordern konsequente Kontrollen und Konsequenzen

"Tierquälerei ist grundsätzlich inakzeptabel, in einem öffentlichen Schlachthof, der Vorbildwirkung haben sollte, in besonderem Maß", nehmen die Grünen zu den Vorwürfen des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) gegen den Dornbirner Schlachthof Stellung.
"Missstände, wie sie in dem Video des VGT augenscheinlich sind, gehören umgehend abgestellt und es braucht volle Aufklärung. Das Quälen von Tieren hat nichts mit Tierschutzland Nr. 1 zu tun", stellt die grüne Tierschutzsprecherin Nina Tomaselli klar. "Verwundert bin ich einmal mehr, dass es engagierte Tierschützer braucht um solche Missstände aufzudecken. Die Kontrollen in der aktuellen Form reichen nicht aus."
"Mitverantwortung trägt eindeutig der Kammerpräsidenten und zuständigen Dornbirner Stadtrat Josef Moosbrugger. Seit Jahren verspricht er ein Zukunftskonzept für den Schlachthof, die derartige Fälle mit engmaschigen Kontrollen ausschließen soll. Und jetzt wird in wenigen Wochen die zweite Entgleisung bekannt", hält der grüne Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra fest. Er erwarte von Josef Moosbrugger, die Konsequenzen zu ziehen.
Die Grünen verlangen eine Verschärfung der Strafbestimmungen für Tierquälerei. "Ein Maximalstrafrahmen von 7.500 Euro für schwere Tierquälerei haben keine abschreckende Wirkung. Im Wiederholungsfall und in besonders schweren Fällen sollen Betriebsbewilligungen entzogen werden", so Tomaselli und Zadra.